PSYCHIATRIE IN SACHSEN - DAS JAHR 1990

Gutachten Zur Lage der Psychiatrie in der ehemaligen DDR – Bestandsaufnahme und Empfehlungen

Im November 1990 nahm eine Experten-Gruppe die Arbeit an einem Gutachten zur Lage der Psychiatrie in der ehemaligen DDR auf, die Informationen zum Stand und die Ausformung der Versorgung psychisch Kranker und Behinderter in der ehemaligen DDR ermitteln sollte, um daraus Empfehlungen für die Entwicklung der Psychiatrie ableiten zu können, die sich an den Grundprinzipien der Psychiatrie-Enquete orientieren sollten.

Bereits am 4. Juli 1990 hatte die Aktion Psychisch Kranke e.V. in einem Schreiben an den Bundesminister für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit (BMJFFG) eine solche Bestandsaufnahme vorgeschlagen. Ein ähnliches Anliegen formulierte die Bundesdirektorenkonferenz. Zudem hatte die DDR-Volksammer am 28. September 1990 den Bundestag aufgefordert, eine Enquete-Kommission zur Lage der Psychiatrie in der ehemaligen DDR einzusetzen.



 Am 18. Oktober erteilte das Ministerium den förmlichen Auftrag an die Aktion Psychisch Kranke e.V. (geschäftsführend), den Arbeitskreis der Ärztlichen Leiter öffentlicher psychiatrischer Krankenhäuser und Abteilungen in der Bundesrepublik – Bundesdirektorenkonferenz und den Berufsverband Deutscher Nervenärzte e.V
Das Gutachten beruhte auf einem doppelten Erhebungsverfahren mit einer länderbezogenen Bereisung und einer Fragebogen-Erhebung. Es wurden sechs Ländergruppen gebildet, denen Psychiater aus dem jeweiligen neuen Bundesland und der alten Bundesrepublik angehörten. 
Der Ländergruppe Sachsen gehörten an: Prof. Dr. M. Bauer (Offenbach), Prof. Dr. M. von Cranach (Kaufbeuren), Dr. M. Uhle (Leipzig), Dr. K. Waldmann (Plauen) und Prof. Klaus Weise (Leipzig).

PDF des Gutachtens:
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